Wieso, weshalb, warum ... und vor allem: wozu?


Debattieren - Was ist das eigentlich?test

Kaum eine Fähigkeit wird heutzutage mehr geschätzt und gefürchtet als die, sich artikulieren zu können. Problemetreffsicher anzusprechen, Ideen klar und präzise zu formulieren. Anschaulich vorzutragen, Menschen zu überzeugen. Sprachliche Kompetenz verleiht Sicherheit in jeder Lebenslage, auch bei Referaten und mündlichen Prüfungen. Beim wöchentlichen Debattieren lernst Du, Themen schnell zu durchdringen, Dich mit dem Für und Wider auseinanderzusetzen, im Team strategisch zu agieren, sicher vorzutragen und mit klaren Argumenten zu überzeugen.
Wir freuen uns, dass Du dich für das Debattieren interessierst und möchten Dich ermutigen den Weg zu uns aus der virtuellen Welt in die Reale zu gehen und Dich nicht zu scheuen bei uns einmal vorbeizuschauen. Wir sind keine elitäre Runde die sich nur über hochgeistige Themen unterhält. Denn auch wenn eine Debatte kein ungeregeltes Diskutieren ist, so steht für uns doch der Spaß an der Auseinandersetzung im Vordergrund.

Dieses Haus möge beschließen, ...

bjoern

                                ... dass Debatten ein elementarer Bestandteil von Studium und Untericht werden. Schon sind wir mitten in einer Debatte. Der Eröffnungsredner der Regierung tritt ans Pult und erklärt eindringlich, warum die Debatte ein hervorragendes Instrument ist, um Geist und Teamfähigkeit zu fördern, Qualifikationen, die gerade in Deutschland viel zu kurz kommen. Aber eine Debatte wäre kein ordentliches Streitgespräch, wenn es nicht einen ewigen Widersacher gäbe: Die Opposition. In unserem Beispiel hält diese einen solchen Antrag selbstverständlich für blanken Unsinn und legt weiterhin mehr Wert auf formale Bildung...

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Aber eins nach dem Anderen:


Debattieren - warum & worüber?


Sollte Organspende verpflichtend eingeführt werden? Müssen wir Kriegsverbrecher ausliefern? Gibt es ein Recht auf Faulheit? Und sollten wir one-night-stands nicht schlichtweg verbieten? Es gilt, Farbe zu bekennen. Eine Meinung zu bilden und zu verteidigen. Die Fragen sind eindeutig gestellt, das Ergebnis nicht vorhersehbar. Rhetorik und gute Argumentation entscheiden über Sieg oder Niederlage.

Schön und gut, aber wie?

Debattierclubs debattieren nach präzisen Regeln zu aktuellen Themen. Die festen Redezeiten, das regulierte Fragerecht und die zugelosten Positionen trainieren Rethorik, Sachkompetenz und teamwork. Zu zweit oder zu dritt müssen komplexe Sachverhalte schnell durchdacht, gegliedert und angemessen präsentiert werden. Debattieren schult nicht zuletzt das aktive zuhören. Denn: Pro und Contra kommen abwechselnd zu Wort, jede Rede widerlegt die vorangegangene. Eine Jury bewertet die Debatte und hilft den Rednern, sich zu verbessern.

REGELN FÜR DAS DEBATTIEREN

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Für das Debattieren sind zahlreiche Regelwerke entwickelt worden bzw. in konstanter Entwicklung. Die studentische Debattierlandschaft wird überwiegend von OPD (Offene Parlamentarische Debatte) und BPS (British Parliamentary Style) dominiert. OPD ist ein in Deutschland - präziser: ein im Zentrum der Dogmatik (= Tübingen) - entwickeltes Regelwerk; BPS - besonders beliebt zwischen Bonn, Kiel und Berlin - entstammt, wie bereits der Name nahe legt, dem angelsächsischen Raum und erreicht auch international große Bedeutung. Selbstredend sind Vor- und Nachteile beider Formate umstritten. Daneben bleibt zu bemerken, dass nicht einheitlich nach diesen Regelwerken verfahren wird, sondern durchaus lokaler Wildwuchs besteht. Gemeinsam ist aber beiden Formaten, daß nicht unbedingt die eigene Meinung zu vertreten ist, sondern die Fraktionszugehörigkeit gerade per Los entschieden wird. Stets stehen sich pro und contra bzw. Regierung und Opposition gegenüber, wobei nicht konkrete Personen und Parteien der (Zeit-)Geschichte dargestellt werden dürfen.

Die Grundlagen der Debattendurchführung als auch der Bewertung sind schriftlich festgehalten. Zu den Regeln...